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Freie Bahn für Rollis

Bernd Lüttin setzt sich für Behinderte ein – Tätigkeitsbericht

Viel Lob aus den Reihen der Gemeindräte erntete Bernd Lüttin in seiner Funktion als Behindertenbeauftragter der Stadt. Selbst Rollstuhlfahrer, galt sein Augenmerk zunächst dem ersten Haus am Platz: dem Rathaus. Als Bernd Lüttin im Frühsommer mit seiner Arbeit anfing, waren gerade die Sanierungsarbeiten am Rathaus aktuell, weshalb er gleich vorschlug, im Eingangsbereich eine Stufe noch mehr abzuflachen, damit Rollstuhlfahrer noch besser ins Rathaus fahren können. Gleichzeitig schlug er vor, die Treppen bis zum Bürgerbüro mit einem Rollstuhllift für stark Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer, Mütter und Väter mit Kinderwagen auszustatten. Den Lift gibt es bislang nicht. Er wurde auf 2005 verschoben. Das allerdings nur, wenn die Kaufhausstraße 1 (neben dem Zunfthaus der Narrizella) nicht saniert würde. Dort soll das Sozialamt einziehen, das bislang noch im Klostergebäude auf dem Mayer-Areal untergebracht ist. Sollte das Sozialamt in der Kaufhausstraße untergebracht werden, schlug Bernd Lüttin vor, Rathaus und Sozialamt mit einem Aufzug zu verbinden, dann wäre der Treppenlift hinfällig.

Positive Aussichten gibt es immerhin auch bei der Post. Das ganze Postareal gehört in der Zwischenzeit der Firma Kupprion. Sie erklärte sich sofort bereit, Bernd Lüttin Einsicht in die neuen Pläne für das Gelände zu gewähren und dabei zeigte sich, dass das ganze Gebäude behindertengerecht ausgebaut werden soll.

Schwierig dürfte es sein, die Alte Stadtapotheke durchweg barrierefrei auszubauen. Erfreulich gestaltet sich aber der Ausbau des Campingplatzes in Markelfingen. Er sei sich sicher, dass sich Rollstuhlfahrer hier sehr wohl fühlen werden, sagte Bernd Lüttin in seinem Tätigkeitsbericht. Beim Gymnasium wird derzeit noch überlegt, wie die Sanitäranlagen behindertengerecht untergebracht werden können. Einen Aufzug immerhin gibt es.

Für Rollstuhlfahrer und Schwerstgehbehinderte ist die Stadtbibliothek immer noch nicht gut zugänglich. Zwar gibt es inzwischen eine Rampe für Rollstuhlfahrer, ein automatischer Türöffner fehlt aber bislang, so dass Rollstuhlfahrer im Moment noch vor der verschlossenen Türe stehen bleiben müssen.

Auch im Strandcafé auf der Mettnau stoßen Rollstuhlfahrer auf Probleme, zumindest wenn sie ein bestimmtes Bedürfnis verspüren. Die Toiletten sind zu eng und zu klein. Die Verwaltung ist über das Problem informiert. Bei trockenem Wetter ist auch der Naturpfad von Untersee life für Rollstuhlfahrer zu befahren. Nur die Aussichtsplattform wurde nicht behindertengerecht ausgebaut. Die Pläne dafür waren offensichtlich da, die Untere Wasserbehörde zog hier aber offenbar nicht mit.

Im neuen Jahr will Bernd Lüttin das Rathaus im Auge behalten, auch die Volkshochschule, die für Behinderte in ihrem neuen Domizil in der Güttinger Straße gar nicht zugänglich ist.


 ein Foto der Seestraße

Quellenangabe

Quelle: Südkurier

: www.suedkurier.de


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